Eine kulturgeschichtliche Reise durch die Ortsteile Jarpund und Weding
Haben Sie Lust auf Landschaft und Geschichte? Haben Sie Spaß daran, sich bei einer gemütlichen Radtour den Wind um die Nase wehen zu lassen? Dann möchten wir Sie einladen zu einer Reise durch Raum und Zeit!
Ausgangspunkt ist das Martinstift vor den Toren der Stadt Flensburg. Von hier führt Sie der Weg in die Ortsteile Jarplund und Weding, die Ihnen Einblicke in das Leben seiner Bewohner gewährt, wie es sich über die Jahrhunderte zugetragen hat.
Die Reise endet unter einem Baum - wie könnte es anders sein? - auf einem Rastplatz am rastlosen Verkehrsstrom der Autobahn und damit im Jetzt, und Hier.
Die Strecke umfasst 12 km und ist als Radtour gedacht, kann jedoch auch erwandert werden. Sie führt durch die Ortsteile Jarplund und Weding, Handewitt und durch Flensburg.
14 Info-Stationen informieren unterwegs in deutscher und z.T. dänischer Sprache über Geschichte und Kultur der Menschen vor Ort. Der Streckenverlauf sowie die Lage der Stationen sind in der umseitigen Karte dargestellt.
Wer weiter radeln und mehr wissen möchte findet mit den Stationen 1 bis 3 sowie 13 und 14 Anschluss an zwei der insgesamt drei thematischen Radwanderwege des Radrundum der Stadt Flensburg.
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Das Martinstift Flensburg
1846 als Rettungshaus für verwahrloste Kinder gegründet, nimmt das Martinstift heute vielfältige soziale Aufgaben wahr.
Vom 'Jarplunder Weg' im Südosten Flensburgs zweigt nach Südosten die Auffahrt zum Martinstift ab und befindet sich die Station 1.
Der Ruethstein
Über die Jahrtausende diente der Steinriese kultischen wie weltlichen Zwecken. Ein geheimnisvolles Kreuz zeichnet seine Oberfläche.
Die Route folgt dem 'Jarplunder Weg' in Richtung Südwesten, wo sie in den Weg 'Zum Ruethstein' abbiegt. Der weitere Weg zur Station 2 ist ausgeschildert.
Torfabbau am Moorweg
Die Wiesen am Moorweg verraten heute nur noch wenig von ihrer früheren Nutzung, dem Torfstechen.
Die Route führt zurück auf den 'Jarplunder Weg' und nach Südosten bis zur 'Europastraße'. Nach ca. 30 m in Richtung Süden biegt sie in den 'Moorweg' ein. An der Ecke 'Schaulandweg' trifft sie auf die Station 3.
Ochsenweg / Die Gemeinde stellt sich vor
Der Wegename erinnert an die Ochsenherden, die hier entlang zu den Märkten im Süden getrieben wurden.
Die Route folgt dem 'Schaulandweg' nach Süden bis zum 'Ochsenweg'. In Richtung Westen erreicht sie einen Verkehrskreisel mit Ochsenhörnern und der Station 4.
Schule und Kulturheim in Jarplund
Wenige Meter westlich überquert die Route die Fahrbahn und gelangt in den 'Grünen Weg', der in den 'Jarplunder Weg' mündet. Ihm folgt sie nach Westen bis zum Dorf Jarplund. Am Dorfeingang befindet sich die Station 5.
Gefangenenlager und Ehrenmal in Jarplund / Das Dorf Jarplund
Das Ehrenmal erinnert nicht nur an die Toten der Weltkriege: Während des Ersten Weltkrieges befand sich hier ein Lager europäischer Kriegsgefangener, die bei der Moorkultivierung eingesetzt wurden.
Die Route folgt der 'Dorfstraße' (der Verlängerung des 'Jarplunder Weges') durch das Dorf Jarplund. Am 'Ortsausgang' trifft sie auf die Stationen 6 und 7.
Die Geschichte der Jarplund Hojskole
Geschichte und kulturellen Vielfalt des Grenzlandes sind ihre Themen.
Die Route führt zurück zum 'Lundweg', dem sie nach Norden folgt. An einer Weggabelung befindet sich die Station 8.
Die Geschichte der Kolonistenhofe in Jarplund
1761 kamen die ersten vom dänischen König angeworbenen Kolonisten aus dem Süden Deutschlands hierher, um die Moor- und Heidegebiete zu kultivieren.
Dem östlichen Zweig des 'Lundweges' folgend, trifft die Route erneut auf den 'Ochsenweg'. Auf ihm führt sie nach Nordwesten zur Station 9.
Das Dorf Weding
Seine ursprüngliche Anlage als Runddorf ist noch erkennbar.
Dem 'Ochsenweg' weiter folgend biegt die Route in die 'Schulstraße' ein. Auf ihr erreicht sie das Dorf Weding mit der Station 10.
100 Jahre Schule Weding
Die Route biegt im Dorfzentrum in den 'Stadtweg' ein und an der nächsten Kreuzung nach Westen in in die 'Schulstraße'. An der Schule befindet sich die Station 11.
Neuholzkrug
Das Gebäude diente einst der Unterbringung von Pferden, heute beherbergt es Unterhaltungs- und Erlebnis-Gastronomie.
Der 'Schulstraße' weiter folgend, biegt die Route nach Südwesten in die 'Flensburger Straße' ab. Hinter der Autobahnunterführung befindet sich rechts der Neuholzkrug und die Station 12.
Der Wildbahnstein 43
Seit dem 18. Jahrhundert markiert dieser Stein die Grenze eines Jagdrevieres, das selbst längst der Geschichte angehört.
Die Route folgt der 'Flensburger Straße' und biegt nach Norden in die Straße 'Altholzkrug' ein, in der sie auf die Station 13 trifft.
Umzug mit 150 Jahren
Die Scheinzypresse sollte dem Autobahnbau weichen, doch eine spektakuläre Umzugsaktion rettete sie.
Wenige Meter gen Süden biegt die Route in den Wald ab und passiert die Umzäunung der Raststätte durch das zweite Tor. Sie führt die Böschung hinauf über den Parkplatz zu einer Sitzgruppe. Hier befindet sich die Station 14.