Erstmals erwähnt wurde Handewitt 1231 im Erdbuch König Waldemar II. als "Hanaewith" (Wald, in dem Hähne sind - oder Wald des Hani). Die Gemeinde Handewitt ist historisch gewachsen und bildete bis Februar 2007mit ihren 6 Ortsteilen (Ellund, Gottrupel, Handewitt, Haurup, Hüllerup und Timmersiek) den flächenmäßig größten Teil im Amtsbereich mit 6500 ha Gemeindefläche.
Im März 2008 ist sie mit der Gemeinde Jarplund-Weding verschmolzen zur Großgemeinde Handewitt mit einem hauptamtlichen Bürgermeister. Schon 1472 waren die Gemeinden Jarplund und Weding im Lehnsregister verzeichnet. Der Ortsname setzt sich aus dem dänischen 'Hjar',den Endungen 'up' und 'lund' zusammen. Es gab also früher zwei Dörfer Hjarup und Hjaruplund. 'Hjar' bedeutet Schwert, 'up' ist der Aussiedlerhof und 'lund' das Gehölz. Weding stammt aus dem dänischen 'wad' und steht für Feuchte, Wasser.
Rund um Handewitt begegnet Ihnen Geschichte auf Schritt und Tritt. Dabei spielt die deutsch-dänische Vergangenheit eine große geschichtliche Rolle und hat viele Spuren hinterlassen. Ortsnamen mit „rup“, „lund“ oder „by“ am Ende sind ein Zeichen dafür.
Erst im Jahre 1920 wurde in einer Volksabstimmung der heutige Grenzverlauf zwischen Deutschland und Dänemark festgelegt. Dadurch entstanden Minderheiten auf beiden Seiten der Grenze, die friedlich - aber mit einer gewissen Eigenständigkeit - miteinander leben.